Über die natürliche Antibiotika-Resistenz von Bakterien

Die ZEIT veröffentlicht online einen Artikel des Tagesspiegels, der von einer Meldung handelt, nachdem Forscher Jahrtausende alte Bakterien entdeckt hätten, die gegen modere Antibiotika bereits schon resistent gewesen seien.

Zu dieser Sichtweise hat Christian Gersch folgende Anmerkung angebracht.

Die im Artikel vermittelte Ansicht, die Bakterien verfügten über eine erworbene Resistenz, scheint nicht ganz richtig zu sein.
Es wird sich vielmehr um Keime handeln, die noch nie von den getesteten Antibiotika erfasst worden wären.

Ein Antibiotikum funktioniert üblicherweise so, dass es den Stoffwechsel eines Bakteriums blockiert, oder seine Kapsel zerstört. Damit diese Funktionalität aber gegeben ist, muss eine antibiotisch wirksame Substanz zunächst über die richtigen „Fähigkeiten“ verfügen, um einem solchen Keim auch gefährlich werden zu können.